Wie der Name 'Coastal Rowing' schon vermuten lässt, gibt es einige Unterschiede zu den gewohnten Ruderwettkämpfen, die über die 2.000-Meter-Distanz gehen. Sowohl Vorläufe als auch B-Finali gehen bei der Coastal Rowing WM über 4.000 Meter, das A-Finale hingegen über 6.000 Meter. Außerdem kommen beim Coastal Rowing ganz andere Boote zum EInsatz. "Das Boot ist deutlich massiver, um auch auf unruhigem Wasser sicher unterwegs zu sein. Vom Gefühl her, ist alles etwas träger", beschreibt Saller die Eigenheiten des Coastal Rowing. Die massivere Bauweise des Bootsmaterials ermöglicht es, bei deutlich höherem Wellengang rudern zu können, als mit 'herkömmlichen' Rennbooten.

Als weitere Herausforderung müssen die Starter mehrere Bojen passieren bzw. umrunden. Die Anzahl variiert dabei von Wettkampf zu Wettkampf. Bei der heurigen Coastal Rowing WM sind bei den Vorläufen sechs und bei den Finali zwölf Bojen zu umfahren. Die Rahmenbedingungen beim Coastal Rowing haben demnach auch eine Auswirkung auf die taktische Herangehensweise: "Man sollte versuchen, mit den Wellen zu arbeiten und den Kurs richtig zu setzen, da es nur Wendebojen und keine Abgrenzung zu den Gegnern gibt. Sich von Anfang an möglichst weit vorne zu platzieren, ist definitiv ein Vorteil, weil überholen schwierig sein wird. Zudem hat man weiter hinten ein unruhigeres Wasser und eine höhere Wahrscheinlichkeit, von den anderen Booten blockiert zu werden", so Saller.

Alle Informationen rund um die Coastal Rowing WM finden Sie auf folgender Seite: http://www.worldrowing.com/events/2019-world-rowing-coastal-championships/event-information